20. Juli 2015

BUND fordert: International bedeutsamen Wildtierkorridor von der Pfalz in den Nordschwarzwald endlich umsetzen

Kategorie: Naturschutz, Verkehr

Möglicher Korridor für waldgebundene Tierarten aus dem Hardtwald über die Autobahn A5 zum Schwarzwaldrand im Luftbild - Foto: Hartmut Weinrebe

Zumeldung zur Pressemitteilung des MVI: "Staatssekretärin Splett besuchte Abschnitt des Bundesprogramms Wiedervernetzung an der A5 bei Malsch - Handlungsbedarf zur Wiederherstellung des Wildtierkorridors -
Erhalt der Artenvielfalt durch Vernetzung von Lebensräumen"

Karlsruhe/Malsch. Als richtig und dringend notwendig wertet der Regionalverband Mittlerer Oberrhein des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den Besuch von Staatssekretärin Dr. Gisela Splett an der A5 bei Malsch. „Mit ihrem Besuch macht Staatssekretärin Splett deutlich, dass sie die gesetzlichen, fachplanerischen und naturschutzfachlichen Vorgaben für die Umsetzung des Biotopverbunds ernst nimmt“, kommentiert BUND-Regionalgeschäftsführer Hartmut Weinrebe den Termin. „Es ist höchste Zeit, etwas gegen den tausendfachen Verkehrstod von Tieren und gegen eine das Überleben der Arten gefährdende Lebensraumzerschneidung zu tun. Bei Malsch befindet sich ein für ganz Deutschland bedeutsamer Wiedervernetzungsabschnitt, der möglichst bald für Wildtiere passierbar gestaltet werden muss.“

„Gerade für die Wildkatze als Zielart für im Wald lebende Tierarten, die auf vernetzte Lebensräume angewiesen sind, ist die Herstellung einer Verbindung zwischen den Oberrheinauen und dem Schwarzwald sehr wichtig“, erläutert BUND-Regionalgeschäftsführer Hartmut Weinrebe. „Ehrenamtliche des BUND haben in den vergangenen Jahren einige Individuen dieser Art entlang des Rheins nachgewiesen. Damit die Wildkatze wieder eine Zukunft in Baden-Württemberg hat, ist es notwendig, dass die kleinen Restflächen naturnaher Wälder entlang des Rheins mit dem größten Waldgebiet des Landes, dem Schwarzwald, verbunden werden.“

Der Regionalverband Mittlerer Oberrhein des BUND fordert die Verwaltung auf, zeitnah eine vertiefte Machbarkeitsstudie für den Korridor zwischen Rhein und Schwarzwaldrand bei Malsch in Auftrag zu geben, die alle bestehenden Hindernisse wie die Bundesstraßen B 36 und B 3 sowie insbesondere die Bahnstrecken berücksichtigt.

Kontakt: Hartmut Weinrebe, Regionalgeschäftsführer: Tel. 0721 35 85 82,  bund.mittlerer-oberrhein@bund.net




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