12. Februar 2021

BUND, LNV und NABU begrüßen Einstieg in die Mobilitätswende - Trasse der Machbarkeitsstudie des Regionalverbands als gute Planungsgrundlage – Naturschutz darf nicht auf der Strecke bleiben – Absage an beleuchtetes Asphaltband in der Feldflur der Hardt

Kategorie: Verkehr, Naturschutz
Titelblatt der Machbarkeitsstudie Radschnellverbindungen Mittlerer Oberrhein

Gute Planungsgrundlage aus Sicht von BUND, LNV und NABU: Machbarkeitsstudie Radschnellverbindungen des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein

Rastatt/Karlsruhe. Der Regionalverband Mittlerer Oberrhein des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Arbeitskreis Rastatt/Baden-Baden des Landesnaturschutzverbands Baden-Württemberg (LNV) sowie der Bezirk Mittlerer Oberrhein des Naturschutzbund Deutschland (NABU) begrüßen den Einstieg in die Planung eines Radschnellwegs zwischen Rastatt und Karlsruhe und sehen die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein als gute Grundlage. Die zuletzt öffentlich diskutierte Trassenführung in der Feldflur auf der Hardt lehnen die Naturschutzverbände ab und halten diese weder für radverkehrlich sinnvoll noch für genehmigungsfähig.

„Wir begrüßen es, dass mit dem Abschluss einer Vereinbarung das Regierungspräsidium Karlsruhe beauftragt wurde, eine gute Radverkehrsverbindung auf der Achse zwischen Rastatt und Karlsruhe zu planen. Das ist ein wichtiger Schritt für die Mobilitätswende in unserer Region“, so Martin Klatt, LNV-Arbeitskreissprecher und NABU-Bezirksgeschäftsführer.

„Das Vorbild Niederlande zeigt es ganz deutlich: Radverkehrswege müssen dort verlaufen, wo Menschen leben, einkaufen und arbeiten. Dann werden sie genutzt: sowohl von Langstreckenpendlerinnen und –pendlern, wie auch von der örtlichen Wohnbevölkerung und Schülerinnen und Schülern. Ein breites, beleuchtetes neues Asphaltband, das die Feldflur der Hardt durchschneidet, wie es von ADFC-Vertretern gefordert wird, wäre ein Irrweg“, erklärt BUND-Regionalgeschäftsführer Hartmut Weinrebe und ergänzt: „Der Beitrag der Lichtverschmutzung zum Artensterben ist bekannt. Zudem queren Wildtierkorridore von internationaler Bedeutung für Wildkatze und Co. diesen Raum, diese dürfen nicht beeinträchtigt werden.“

Mit der in der Machbarkeitsstudie des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein unter breiter Beteiligung erarbeiteten Trasse, wie sie von Ötigheim bis Durmersheim durch und entlang der Siedlungen führt, sehen BUND, LNV und NABU eine gute Grundlage für die weiteren Planungen. Dies sowohl, was den Nutzen für den Radverkehr anbelangt, als auch in Hinblick auf den Flächenverbrauch.
„Der Vorschlag einer siedlungsfernen Trasse vorbei an Menschen und Orten maximierte dagegen den Schaden an der Natur sowie den Verbrauch landwirtschaftlicher Flächen und minimierte den Nutzen für die Mobilitätswende.“

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