23. Juli 2014

Umweltverbände und Naturschutzgruppen begrüßen Öffentlichkeitsbeteiligung zur Wiederaufnahme der Planungen für einen Hochwasserrückhalteraum Elisabethenwört

Kategorie: Naturschutz, Gewässerschutz

Auenlandschaft am Rußheimer Altrhein - Bild: Hermann Geyer (VVND)

Der Verein für Vogel und Naturschutz Dettenheim (VVND), der Regionalverband Mittlerer Oberrhein des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Arbeitskreis Karlsruhe des Landesnaturschutzverbands Baden-Württemberg (LNV), der Landesverband Baden-Württemberg des Naturschutzbunds Deutschland (NABU) sowie der AK Wasser des Bundesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) begrüßen die Wiederaufnahme der Planungen für einen Hochwasserrückhalteraum Elisabethenwört bei Dettenheim-Rußheim. Die Umwelt- und Naturschutzverbände sehen gemeinsam mit dem VVND als lokaler Naturschutzgruppe die mit der Informationsveranstaltung am 23. Juli in Rußheim eingeleitete Öffentlichkeitsbeteiligung als wichtigen Schritt für den Hochwasserschutz am Rhein.

„Die Rheinauen am Rußheimer Altrhein und um Elisabethenwört sind ein einzigartiges Naturjuwel. Wir werden uns dafür einsetzen, dass neben dem Hochwasserschutz die Natur von dem geplanten Rückhalteraum profitiert“, so Hermann Geyer, Vorsitzender des VVND und ergänzt: „Wenn der Hochwasserrückhalteraum richtig geplant wird und alle Bürgerinnen und Bürger eingebunden werden, dann kann die gesamte Region zwischen Dettenheim, Philippsburg und Germersheim profitieren.“

„Es wird keine nassen Keller geben“, ist sich Nik Geiler vom AK Wasser des BBU sicher. „Die Ängste der Menschen können ausgeräumt werden, das belegen die erfolgreichen Beispiele der Rückhalteräume in Altenheim und Söllingen/Greffern. Dort zeigt sich, dass mit großen Brunnengalerien die Gefahr der nassen Keller gebannt werden konnte.“

„Hochwasserschutz am Rhein funktioniert nur solidarisch“, ergänzt BUND-Regionalgeschäftsführer Hartmut Weinrebe. „Jeder ist sowohl Ober- als auch Unterlieger, ist also angewiesen auf Schutzmaßnahmen stromaufwärts und kann durch Maßnahmen auf der eigenen Gemarkung zum Schutz der Unterlieger beitragen.“

Die Umweltverbände wünschen der Konsultation der Öffentlichkeit viel Erfolg. Als Beitrag zur Information der Bürgerinnen und Bürger wurde ein Informationsblatt erstellt, das bei der Informationsveranstaltung ausliegen wird und im Internet heruntergeladen werden kann.

www.bund-mittlerer-oberrhein.de/elisabethenwoert

Kontakt:

Hartmut Weinrebe, BUND-Regionalgeschäftsführer
Telefon 0721 358582, E-Mail bund.mittlerer-oberrhein@bund.net




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