Freizeit und Tourismus

Raus in die Landschaft... Für Freizeit-Unternehmungen ist Karlsruhe günstig gelegen, zwischen dem Schwarzwald, dem Kraichgau, der Pfalz und dem Elsass: Ferienlandschaften in nächster Nähe.

Bahnen und Busse sind in diesen Gebieten auch für den Freizeitverkehr die Alternative zum Auto geworden. Mit ihnen sind sogar abgelegene Ziele wie der Mummelsee, Kloster Maulbronn oder Weißenburg im Elsass bequem erreichbar. Auf den S-Bahn-Strecken des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) zum Beispiel durch den Kraichgau oder das Murgtal geht es noch spät abends nach einem Lokalbesuch zurück. Informationen über Verbindungen, Fahrpläne und Tarife liefern das KVV-Kursbuch, die KVV-Kundenzentren oder das Internet. Die Karlsruher Mobilitätszentrale am Marktplatz gibt dazu jede Menge Ausflugstipps.

Natur genießen: das geht am einfachsten zu Fuß. Markierte Wege lassen sich mit Wanderkarten finden, über Naturlehrpfade auf Karlsruher Gemarkung informieren die Naturführer-Faltblätter des Amtes für Umwelt und Arbeitsschutz, Naturschutzgebiete der Region werden in Blättern des Regierungspräsidiums erläutert. Wandervereine und Umweltverbände bieten geführte Wanderungen und Exkursionen in allen Schwierigkeitsgraden an.

Eine Besonderheit ist die Ökoregio-Tour Kraichgau, eine abwechslungsreiche Route mit vielen S-Bahn-Anschlüssen, an der das Jahr über Veranstaltungen verschiedener Anbieter stattfinden. Auch nicht weit ist es zum Karlsruher Naturschutzzentrum Rappenwört mit seinen wechselnden Attraktionen für Kinder und Erwachsene.

Fürs Radfahren gibt es inzwischen in der Region ein dichtes Netz von beschilderten Überland-Strecken abseits der Autostraßen. Dafür liegen brauchbare Radwegekarten vor. Für die An- oder Rückreise transportieren die Bahnen und Busse im KVV und in weiteren Verkehrsverbünden sowie die Regionalzüge der Deutschen Bahn (DB) in Rheinland-Pfalz Fahrräder kostenlos (die DB nicht werktags vor 9 Uhr).

Wer mit dem Bergrad (Mountainbike) hoch hinauf will, findet im Schwarzwald, im Pfälzerwald und in den Vogesen viele schöne Wegstrecken, die breit genug sind (in Baden-Württemberg nach dem Waldgesetz mindestens zwei Meter) oder eigens markiert (im Elsass oft mit "VTT"), so dass die Natur nicht geschädigt wird.

Im Winter bestehen zum Skifahren zwar traditionelle Pisten im Schwarzwald, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind, mehr zu empfehlen ist aber der Langlauf - auf den Höhen gibt es sogar Skifernwanderwege. Bei allen Sportarten, die aufwändige Kleidung und Geräte erfordern, wäre zugunsten der Ökobilanz auch an Ausleihen zu denken.

Klettern ist an einigen Felsformationen des Schwarzwaldes und des Pfälzerwaldes möglich; in Baden- Württemberg nur, wenn sie dafür ausdrücklich frei gegeben sind, und auch in Rheinland-Pfalz sind Felsen aus Gründen des Naturschutzes gesperrt. Dort leben Greifvögel und andere seltene Arten. Verantwortungsbewusste Natursportler und -sportlerinnen weichen nicht von den gekennzeichneten Wegen und Zustiegen ab, und sie hinterlassen keine Spuren.

Kanu fahren ist ein Sportvergnügen auf dem Rhein und einigen breiteren Nebenflüssen, selbstverständlich mit Rücksicht auf die Tiere und Pflanzen in den Uferbereichen, Flachwasserzonen und Altwässern. Beim Wasserwandern sind Flusskarten unentbehrlich, in denen die Ein- und Ausstiegsstellen beschrieben sind - bitte auch nur die ausgewiesenen Rastplätze benutzen.

Beliebte Ziele zum Baden sind die Baggerseen der Rheinebene, meist leicht mit dem Rad und zum Teil mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Auch an den Seen gehört es zu den Spielregeln, Schutzzonen zu respektieren und keinen Abfall zurückzulassen.

© vandyck71/PIXELIO

An Kultur gibt es in der Region viel zu erleben: malerische Dörfer und Städte, Burgen, historische Anlagen zum Beispiel für die Flößerei oder den Weinbau. Wanderrouten zu kulturellen Themen erläutern die Geschichte der Waldenser im Kraichgau oder der Mönche im Trifels-Gebiet. Hinweise auf lohnenswerte Besichtigungen werden von den Touristikgemeinschaften geliefert. Bus-Touren mit Programm können auch bei Volkshochschulen oder bestimmten Reisebüros gebucht werden. Sie führen zum Beispiel zu Theateraufführungen und Konzerten in der Region. Die verschiedensten Museen ermöglichen einen anderen Blick auf das Land. Jedes Jahr sind am Mühlentag (Pfingstmontag) und am Tag des offenen Denkmals (zweiter Sonntag im September) historische Bauten geöffnet, die sonst unzugänglich sind; dabei ist für weitere informative Unterhaltung sowie Essen und Trinken gesorgt.

Einkehren, wo es schmeckt... Meistens schmeckt es besonders gut, wenn Produkte aus der Gegend, womöglich in Bio-Qualität, frisch auf den Tisch kommen.

Urlaub fängt vor der Haustür an... Viele verbringen gern einen größeren Teil ihrer Ferien in der Region. Das spart auch Reiseaufwand.

Auf die lockere Art lässt sich Urlaub auf den Campingplätzen der näheren und weiteren Umgebung machen. Einige sind für ihre Umweltfreundlichkeit als Ecocamping ausgezeichnet. Fahrräder eignen sich schon für die Anreise, erst recht für die Ausflüge vom Platz aus - das Auto kann stehen bleiben.

Campingplätze, die sich für das Umweltzeichen ECOCAMPING entscheiden, erfüllen Anforderungen an Umweltschutz, Abfallvermeidung, effiziente Nutzung von Energie und Wasser, Schadstoffvermeidung, Verkehrsvermeidung, naturverträgliche Freizeitangebote, ein Angebot regionaler Produkte, Umweltinformationen. Das Zeichen wird von einem Verein der Campingunternehmerverbände vergeben.
www.ecocamping.net
(außerhalb unserer Seiten)

Bequemer sind vielleicht Ferienwohnungen oder Zimmer. Beim Urlaub auf dem Bauern- oder Winzerhof ist das Wirtschaften auf dem Land mit seiner Atmosphäre aus nächster Nähe zu erleben. Die Betriebe versorgen ihre Gäste mit eigenen Erzeugnissen. Diese persönlichen Beziehungen stärken die einheimische Landwirtschaft, viele Betriebe können nur noch so erhalten werden. Außerdem steigt bei den Beteiligten die Wertschätzung von Qualitätsarbeit. Auch Bio-Betriebe machen Urlaubsangebote. Einige Ferienwohnungen sind schon ökologisch gebaut und eingerichtet, allergikergerecht und rauchfrei.

Bei Gasthöfen und Hotels sollten die den Vorzug haben, die Umweltbewusstsein zeigen. Betriebe, die etwa erneuerbare Energien nutzen und Verpackungen sparen, können dies mit dem Viabono-Qualitätszeichen oder vergleichbaren Zertifikaten dokumentieren. Andere haben sich dem Bett&Bike-Programm angeschlossen und sind besonders auf Radreisende eingestellt.

Die Dachmarke Viabono kennzeichnet umweltorientierte Tourismusangebote in Deutschland. In den Kriterienkatalogen geht es um Abfallvermeidung, Energiesparen und Nutzung erneuerbarer Energien, Wassersparen und geringe Abwasserbelastung, umweltfreundliche Verkehrsangebote, Natur- und Landschaftsschutz, umweltverträgliche Bau- und Einrichtungsweise, Nichtraucherräume, Angebot regional erzeugter und ökologischer Lebensmittel, Informationen über diese Aktivitäten. Es müssen bestimmte Mindestanforderungen erfüllt werden, außerdem müssen die weiteren Leistungen nach Wahl eine bestimmte Mindestpunktzahl ergeben. Das Zeichen ist eine Initiative von Tourismus-, Umwelt- und Verbraucherverbänden zusammen mit der Bundesregierung.
www.viabono.de
www.label-online.de
(außerhalb unserer Seiten)

© Echino/PIXELIO

Vor Fernreisen ist die Wahl des Verkehrsmittels ein paar Überlegungen wert. Bahn und Schiff sind nicht nur ökologisch besser, sie ermöglichen auch entspanntes Reisen - und bringen immer wieder nette Menschen zusammen. Wie wär's übrigens einmal mit einem Hausboot-Urlaub in einer weniger bekannten Gegend Europas?

Der Flieger muss nicht sein. Jedes Ziel ist auch zu Lande und zu Wasser zu erreichen. Die Reise mit allem, was dabei zu sehen ist, und mit dem Gefühl für die Entfernung ist schon ein Stück Urlaub. Und Zeit haben gehört doch dazu... Der Flugverkehr verschmutzt dagegen immer mehr die Luft und den Himmel (wie öfters am dichten Netz der Kondensstreifen zu erkennen ist). Die übliche Flughöhe ist genau in einer Luftschicht zwischen Ozonsmog und Ozonloch: Nach unten verstärken die Abgase das Ozon, das die Atemwege schädigt, in höheren Luftschichten zerstören sie das Ozon, das dort Haut schädigende Sonnenstrahlen abhält. Vor allem beim Starten und Landen wird die Luft mit Krebs erregenden Stoffen belastet. Mit der Zunahme der Flugbewegungen hat daneben der Kohlendioxidausstoß samt seinen Folgen für das Weltklima deutlich zugenommen. So gesehen verliert der Baden-Airport seine Reize. Aber Fliegen kann unbedenklich sein: zum Beispiel mit dem Ballon - auch das wird in der Region angeboten.

Mit der Bahn nach China: Bestimmte Reiseunternehmen machen es möglich, andere Kontinente umweltverträglich kennen zu lernen. Oder sie haben die Spezialinformationen, mit denen in nicht so weiter Entfernung Natur und Kultur zu einem ungewöhnlichen Erlebnis werden. Viele besondere Angebote finden sich auch in Gratis-Zeitschriften, die in den Naturkostgeschäften erhältlich sind.

Adressen für die ökologisch bewusste Freizeit



Natur und Umwelt brauchen Unterstützung

  • Foto: eyewire, Fotalia.com
  • Foto: Swetlana Wall, Foalia.com

Der BUND setzt sich in unserer Region für Mensch, Natur und Umwelt ein

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