Gastronomie: Gut essen und trinken gehen

Bio-Qualität ist in den Gasthöfen und Restaurants noch ungefähr so selten wie drei Gourmet-Sterne, aber sie ist im Kommen. Erst mal sind es einzelne Angebote auf den Speise- und Getränkekarten, dann wagen sich Wirte oder Wirtinnen weiter vor, erst recht bei entsprechender Nachfrage. (Bild: © wrw/PIXELIO)

Auch wenn sie noch nicht Erzeugnisse mit Öko-Siegel verwenden, sind sie gut beraten, Gemüse, Obst, Kräuter, Fleisch, Wein, Saft, Backwaren oder andere Spezialitäten bei vertrauenswürdigen Höfen der Region und verlässlichen Bäckereien, Käsereien und Metzgereien einzukaufen. Der Transport- und Verpackungsaufwand ist gering. Wie die Verantwortlichen für die Küche können die Gäste Herkunft, Verarbeitung und Qualität nachvollziehen. Betriebe der Region werden gestärkt, schon weil sie durch direkten Verkauf angemessenere Preise erzielen, Arbeitsplätze werden gesichert, insgesamt werden persönliche und an gemeinsamen Werten orientierte Wirtschaftsbeziehungen gefördert. Dabei werden regionaltypische Produkte und Herstellungsweisen als kultureller Reichtum bewahrt. Und die Landschaft lässt sich schmecken...

Sehr unmittelbar ist das in den Besenwirtschaften zu erfahren. Sie servieren eigenen Wein und noch einiges Selbstgemachtes dazu. Weinfeste und Straßenfeste in den Dörfern und Städten sind Jahreshöhepunkte für die örtlichen Vereine, die an ihren Ständen ebenfalls mit Spezialitäten locken. Sie setzen sich in unterschiedlicher Weise für das Zusammenleben, die Umwelt und die Kultur am Ort ein und verdienen es, beim Feiern gezielt unterstützt zu werden. Dem entspricht bei Ausflügen die Einkehr in Hütten der Wandervereine und der Naturfreunde.

Um die Kultur des Essens und Trinkens zu fördern, statt in der Ernährung nur eine nötige Funktion zu sehen, haben sich Initiativen wie LebensART, Schmeck den Süden, Slowfood und Eurotoquesgebildet. Für sie gilt: Was zu Hause oder im Lokal auf den Tisch kommt, soll regional und saisonal stimmen, das heißt möglichst in regionaler Nachbarschaft und in der jeweiligen Jahreszeit gewachsen sein; Frische ist dann inklusive. Beim Genießen geht es um echte Qualität und das richtige Ambiente, ohne dass es zu teuer werden müsste. Geachtet wird auf Gesundheit, Geschmack und Wohlbefinden. Ökologische Angebote können dafür am besten sorgen. Nicht zuletzt ist es wichtig, sich für das Tafeln und Zusammensein Zeit zu lassen.

Adressen für ökologisch bewusstes Essen- und Trinken-Gehen



Natur und Umwelt brauchen Unterstützung

  • Foto: eyewire, Fotalia.com
  • Foto: Swetlana Wall, Foalia.com

Der BUND setzt sich in unserer Region für Mensch, Natur und Umwelt ein

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