Unterstützung der Initiative zur Verwendung von Recyclingpapier am KIT

Seit dem Jahr 2007 engagiert sich die "Initiative zur Verwendung von Recyclingpapier am KIT" für eine Umstellung an der in Karlsruhe angesiedelten Großforschungseinrichtung und Hochschule, die aus der Universität Karlsruhe und dem Forschungszentrum Karlsruhe hervorgegangen ist.

Der BUND unterstützt die Initiative seit Beginn. Nachdem am KIT nach wie vor keine Fortschritte zu erkennen sind, wandte sich der BUND Regionalverband Mittlerer Oberrhein im Mai 2012 mit einem Schreiben an das Präsidium des KIT. Anlässlich des Vorlesungsbeginns im Wintersemester 2012/13 erneuerte der BUND gemeinsam mit weiteren Umweltorganisationen in einer Pressemitteilung die Aufforderung, "endlich auf Recyclingpapier umzustellen!"

Papier ohne Kahlschlag

Für Papier werden weltweit Wälder abgeholzt, Energie eingesetzt und Wasser verschmutzt. 1950 lag der jährliche Papierverbrauch in der Bundesrepublik Deutschland noch bei 32 Kilogramm pro Person, heute verbrauchen wir durchschnittlich 242 Kilogramm Papier pro Jahr (2010).

Wälder tragen entscheidend zur Stabilisierung der Lebensgrundlagen unseres Planeten bei. Sie speichern Wasser und Nährstoffe, vor allem aber Unmengen von Kohlenstoff, der jedoch durch Abholzung und Brandrodung in Form von Kohlendioxid freigesetzt wird und zur Erderwärmung beiträgt. Weitere dramatische Konsequenzen des Raubbaus am Wald sind das Aussterben vieler Tier- und Pflanzenarten, und Menschen verlieren ihre Existenzgrundlage. Etwa ein Drittel des Holzes geht in die Papierherstellung. Dieses Holz stammt vor allem aus Wäldern in Schweden, Finnland, Kanada, Russland und Indonesien. Dort werden für die Zellstoffproduktion die letzten intakten Urwälder zerstört.

Deshalb gilt es, Papier sparsam zu verwenden.

Was können Sie tun?

  • Drucken und kopieren Sie beidseitig.
  • Einseitig beschriftetes Papier kann als Notizpapier verwendet werden. Verwenden Sie Briefumschläge aus Direktrecycling (www.direktrecycling.de, außerhalb unserer Seiten).
  • Der Aufkleber "Keine Werbung" spart Papier und volle Briefkästen.
  • Adressierte Werbung können Sie mit der Aufschrift "Annahme verweigert" unfrankiert zurückschicken.
  • Versuchen Sie, bei ihrer Tageszeitung ein Abonnement ohne Werbebeilagen zu bekommen.
  • Der kostenlose Eintrag in die DDV Robinsonliste, Postfach 1401, 71243 Ditzingen (www.robinsonliste.de, außerhalb unserer Seiten) erspart Ihnen unerwünschte Werbung.

Papier, das Sie verwenden, sollte möglichst umweltschonend hergestellt sein.

Recyclingpapier erfüllt diese Anforderung. Seine Herstellung aus Altpapier ist in mehrfacher Hinsicht eine umweltverträglichere Alternative:

  1. Der Rohstoff Holz wird geschont.
  2. Es wird nur halb so viel Energie verbraucht
  3. und weniger als ein Drittel Frischwasser.
  4. Die Belastung des Abwassers mit Schadstoffen ist zehnmal geringer.

Die Qualität von Recyclingpapier ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Es eignet sich hervorragend zum Schreiben, Drucken, Faxen und Kopieren und staubt nicht stärker als Frischfaserpapier.

Ob das Papier staubt oder die Farbe vom Tintenstrahldrucker verläuft, hängt davon ab, wie glatt die Oberfläche gestrichen ist. Papier, das Sie in Geräten verwenden, sollte die Norm DIN 19309 erfüllen. Dieser Hinweis muß auf der Verpackung oder der Bestelliste Ihres Lieferanten zu finden sein. Dann gibt es aufgrund des Papiers keine technischen Probleme mehr.

Bei entsprechender Lagerung beträgt die Lebensdauer von Recyclingpapier mehrere hundert Jahre. Es ist in verschiedenen Weißgraden erhältlich.

Woran erkennen Sie Recyclingpapier?

Verlässliche Zeichen:


Blauer Umweltengel, rechtlich geschütztes Zeichen - 100 % Altpapier, keine problematischen Farbmittel, keine chlorhaltigen Bleichmittel und andere Chemikalien.


Ökopa plus - 100 % Altpapier, der Wasserverbrauch, die Abwasserbelastung und der Energiebedarf sind gering. Papier-Eigenmarke von Venceremos (außerhalb unserer Seiten), kooperiert mit dem BUND.


VUP - Umweltpapier-Eigenmarke der Werkstatt umweltfreundlicher Papierprodukte (außerhalb unserer Seiten).


FSC Papier-Gütesiegel
(außerhalb unserer Seiten): Wenn in Ausnahmefällen Papier benötigt wird, das in der Recyclingvariante nicht zur Verfügung steht, sollte auf dieses Siegel geachtet werden. FSC ist das einzige Zertifizierungssystem für Forstwirtschaft, das unter gleicher Beteiligung von Umwelt- und Sozialverbänden sowie der Wirtschaft eine nachhaltige Waldbewirtschaftung anstrebt.

Holzfrei bedeutet nicht Holz-frei. Es müsste eigentlich heißen Holzstoff-frei. Holzstoff ist ein Papiergrundstoff, der Papier stärker vergilben läßt als Zellstoff. Das Wort "Holzfrei" ist eine Qualitätsbezeichnung für Papier, das nicht so stark vergilbt, es enthält keine ökologische Aussage.

Weitere Informationen (außerhalb unserer Seiten):

Adressen für umweltfreundliches Papier



Natur und Umwelt brauchen Unterstützung

  • Foto: eyewire, Fotalia.com
  • Foto: Swetlana Wall, Foalia.com

Der BUND setzt sich in unserer Region für Mensch, Natur und Umwelt ein

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