Sinkende Lebensqualität durch zunehmenden Verkehr

Der steigende Ausstoß von Treibhausgasen, Stickoxiden, Benzol und Rußpartikeln belastet das Klima und die Umwelt. Die verkehrsbedingte Kohlendioxid (CO2)-Emission ist zwischen 1990 und 2002 um mehr als 15 Prozent gestiegen. Verkehrslärm ist jährlich für den Tod von etwa 2 000 Menschen in Deutschland verantwortlich. Jeden Tag werden durchschnittlich 129 Hektar in Deutschland für Verkehrs- und Siedlungsflächen zubetoniert. Mit den Autobahnen A8 und A5, zahlreichen Bundesstraßen sowie den Schiensträngen entlang des Oberrheingrabens sowie quer durch die Region ist der Mittlere Oberrhein von diesen Effekten in besonderem Maß betroffen.

Straßenbau

Wichtige Verkehrsthemen in der Region Mittlerer Oberrhein mit denen sich der BUND auseinandersetzt sind der Autobahnanschluss für den Baden-Airpark, der geplante Bau einer weiteren Rheinbrücke bei Karlsruhe, die so genannte "Nordtangente Karlsruhe" und der Gesamtkomplex der mit diesen beiden vorhaben verbundenen Straßenplanungen in Elsaß, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg (u.a. die geplante Bienwaldautobahn, der vierspurige Ausbau der B10 und die Westumgehung von Straßburg).

Von regionaler Bedeutung ist zudem die geplante K3575-Umgehung bei Bad Schönborn, hier unterstützt der BUND das Aktionsbündnis vor Ort.

Öffentlicher Verkehr

Für einen leistungsfähigen und bezahlbaren Öffentlichen Personennahverkehr in der Region setzt sich der BUND beispielsweise mit seinem Widerstand gegen die Kombilösung Karlsruhe - Stadtbahntunnel (U-Strab) und Umbau der Kriegsstraße - ein.

Im Auftrag des BUND erstellte Gutachten des Verkehrsplanungsbüros Vieregg-Rössler GmbH aus München weisen die Mängel des Vorhabens nach und stellen zudem die Förderwürdigkeit in Frage:

Gegen Flächenfraß und für Lebensraumverbund statt weiterer Zerschneidung

Gerade Infrastrukturprojekte wie Straßenbau und die Neuschaffung oder der Ausbau von Schienenwegen tragen zum Flächenverbrauch bei und schaffen neue Barrieren, die die Lebensräume seltener und streng geschützter Tierarten immer mehr isolieren.

Der BUND fordert deshalb bei allen Planungen die Vorgaben des Generalwildwegeplanes zu berücksichtigen sowie durch Wiedervernetzungsmaßnahmen wie Grünbrücken und Durchlässe den Bedürfnissen für das Überleben der heimischen Tier- und Pflanzenarten Rechnung zu tragen.