Ein kleiner Auszug aus den Aktivitäten des BUND Ettlingen im Jahr 2018

Ein kleiner Auszug aus dem, was das Jahr 2018 gebracht hat.
Interesse an mehr Details und dem, was sonst noch geschah? Einfach an unseren regelmäßigen Treffen vorbeischauen.

Überraschung im Januar: Biolandhof Schleinkofer soll dringend benötigte Anbauflächen für eine Sportplatzerweiterung abgeben

Zum 1. Januar 2017 hat es der Hof Schleinkofer auf den Rüppurrer Wiesen geschaft: die Umstellung des alteingesessenen Betriebes auf Bioland ist geschafft. Die Familie Schleinkofer kommt ursprünglich aus Ettlingen und der Biolandhof liegt denn auch direkt an der Ettlinger Gemarkungsgrenze und ist auch Einkaufsziel zahlreicher Ettlinger, die neben dem außergewöhnlichen Geschmack der frischen Biomilch sicher auch zu schätzen wissen, dass direkt vor Ihrer Haustür schonungsvoll und umweltbewusst mit Grund, Boden und Tieren umgegangen wird. Ein Teil der Pachtflächen des Betriebes liegen sogar auf Ettlinger Gemarkung.

Nun soll ausgerechnet nach der Umstellung auf Bioland und ausgerechnet ein Betrieb, der Verantwortung für Grund und Boden und dessen nachhaltige Bewirtschaftung übernimmt, Flächen für einen Sportplatz abgeben. Und dann auch noch gleich 5 ha, womit die Selbstversorgung des Betriebs, d.h. der ausreichende Anbau eigenen Biofutters für die in Mutterkuhaltung gehaltenen Milchkühe gefährdet ist. Und das Ganze soll auch noch möglichst heimlich still und leise geschehen.

Wenn man dann noch sieht, wie in unmittelbarer Nähe auf dem Golfplatz Scheibenhardt, der Allgemeinheit eine große Fläche eines Landschaftsschutzgebietes entrissen wurde, damit eine durchaus überschaubare Anzahl von Golfern auf großer Fläche und alles andere als ökologisch, wie z.B. der Pestizideinsatz auf den Greens zeigt, ihrem Hobby fröhnen können, dann mag es sicher nachvollziehbar sein, dass wir in so etwas keineswegs einen ausgewogenen, nachhaltigen und zukunftsträchtigen Umgang mit dem gemeinsamen Grund und Boden aller sehen.

Der Kälte trotzen beim Obstbaumschnitt im BUND Gemeinschaftsgarten im Februar

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich im Februar rund ein Dutzend Obstbaumfreunde und trotzten der klirrenden Kälte, um Obstbäumen im BUND Gemeinschaftsgarten zu schneiden. „Licht Luft und Liebe“ war der erste Grundsatz, der uns beim Schneiden der Bäume leitete. Licht soll wieder bzw. weiterhin in die Krone der Bäume kommen, luftig soll die Krone sein, um auch nach einem heftigen Regen wieder gut abzutrocknen und die Liebe ist das, was derjenige den Bäumen entgegenbringen sollte, der ihnen mit Schere und Säge zu Leibe rückt. „Eine gute Statik für ein langes, gesundes Baumleben“ war ein weiterer Grundsatz, der uns dabei half zu entscheiden, wie denn der jeweilige Baum nun zu schneiden sei.

Dem Gemeinschaftsgarten liegt die Idee zu Grunde, dass jeder der sich gerne in und an einem Garten mit anderen gemeinsam erfreuen möchte, so am Gartenleben mitwirkt, wie es ihm möglich ist. Und dabei jeder seine Erfahrungen einbringt. So war es dann auch schön zu sehen, wie vom erfahrenen Obstbaumprofi über den ambitionierten Gärtner bis hin zum Obstbaumlaien alle gemeinsam ihren Teil beitrugen, die Obstbäume zu pflegen, und dabei voneinander lernten. „Ableiten, statt absägen“ oder „die Krone freistellen“ konnte man dabei hören oder die Frage, wie dick den ein untergeordneter Ast sein solle.

Nach viel Fachgesimpel und eifrigen Sägen und Scheiden war dann eine kleine Stärkung angesagt und der heiße Tee dazu herzlich willkommen. Danach wurde das Schnittgut noch schön zu Reisighaufen aufgeschichtet, die im Frühjahr unter anderem Zaunkönig und Igel als Brutstätte dienen. Am Ende wurden auch noch zwei Vogelnistkästen im Garten aufgehängt. Ein recht großer Nistkasten war auch dabei, und wir sind gespannt, ob sich denn ein Waldkauz, ein Starenpärchen oder vielleicht gar ein Wiedehopf zum Nisten darin einfinden werden.

Montag, 19. März, um 17:30 Uhr "Ettlingen fährt Rad", der kleine Bruder der critical mass Radeldemo

 

So sah es aus bei der Fahrraddemo - critical mass - in Budapest 2013. Ob wir so etwas auch mal in Ettlingen hinbekommen? Wir haben mal etwas kleiner anfangen und mit einem doch für den schlagartigen Kälteeinbruch stattlichen Grüpplein den Anfang dafür gemacht. Gemeinsam sind wir in ruhigem Tempo zum Horberloch geradelt und haben dort und auf dem Weg dorthin von unserem Amphibienexperten Rainer Quellmalz nicht nur etwas über die Amphibienwanderungen im Frühjahr gelern, sondern auch einen Einblick in die Historie des Horberlochs und dessen Entwicklung zum Amphibienbiotop erfahren.

30 Jahre war es etwa her, dass die damalige Bezirksstelle für Naturschutz dort den ersten Teich anlegte. An allen weiteren Aktivitäten dort war dann der BUND Ettlingen beteiligt, der in den 90ern sogar auf eigene Rechnung Betonschalen aus dem dortigen Graben entfernen ließ. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge stellten wir fest, dass in den letzten beiden Jahren einige der vom BUND geplanten Verbesserungen für die Amphibien vor Ort von der Stadt Ettlingen umgesetzt wurden. Die Vertiefung der Tümpel und das weitere Entfernen von Betonröhren fanden unsere Zustimmung. Das weinende Auge wurde denn auch einzig dadurch verursacht, dass die Stadt Ettlingen schlussendlich die Erweiterungen als ihre ureigene Idee in der Presse verkauft hat.
Spaß am Radfahren, Werbung für das Rad als umwelt- und klimafreundliches Verkehrsmittel sowie die Natur rund um Ettlingen kennenzulernen, das stand im Vordergrund bei der Tour, die vom BUND durchgeführt und gemeinsam mit dem Ettlinger Klimastammtisch, in dem auch der BUND Ettlingen aktiv ist, organisiert wurde.

Freitag, 4. MaiGewässerexkursion: Was kräucht und fleucht denn da in und um den Horbach?

Er gibt dem Horbachpark seinen Namen - der Horbach. Wer mehr über dieses nur vermeintlich kleine und unbedeutende Rinnsaal erfahren wollte, war auf der Gewässerexkursion gut aufgehoben: Was wächst da links und rechts und auch mitten im Horbach? Was tummelt sich dort im Wasser und unter den Steinen? Wo kommt der Horbach her, wo fließt er hin? Dies und vieles mehr gab es während der rund 3-stündigen Gewässerexkursion zu erfahren und auch ganz praktisch zu erleben.

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  • Foto: eyewire, Fotalia.com
  • Foto: Swetlana Wall, Foalia.com

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