Klima retten - Energiewende vorantreiben

Die Klimakrise die drängendste Herausforderung unserer Zeit. Geschwindigkeit und Ausmaß der aktuellen Erderwärmung sind höher denn je. Um einen angemessenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, muss auch die Region Mittlerer Oberrhein schnellstmöglich klimaneutral werden.

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Luftqualität und Klimaschutz

Energiebereitstellung, Industrie und Verkehr sind wichtige Quellen von Schadstoffen, die unsere Luft verpesten und das Klima belasten. In vielen Orten in unserer Region wurden so genannte Luftreinhaltepläne erstellt. Der BUND Regionalverband Mittlerer Oberrhein setzt sich in Genehmigungsverfahren als Anwalt von Umwelt und Natur dafür ein, dass Dreckschleudern abgestellt, Filteranlagen verbessert und neue Emissionen vermieden werden.

Antrag der Lafarge Zement Wössingen GmbH auf Einsatz von 100% Sekundärbrennstoffen - Müllverbrennung, Schwermetalle und Dioxine für den Kraichgau

Zementwerke schleudern durch ihren Betrieb neben großen Mengen von klimaschädlichem Kohlendioxid Schadstoffe wie Stickoxide, Schwermetalle und Dioxine in die Luft. Durch die von der Lafarge Zement Wösssingen beantragte Umstellung auf 100% "Ersatzbrennstoffe", d.h. Tiermehl, Altreifen und Müll, droht eine weitere Verschlechterung der Luftqualität. Der BUND fordert hingegen in seiner Einwendung eine deutlich Verringerung der Emissionen durch Umstellung auf den Einsatz von Erdgas als Energielieferant.

In einer Informationsveranstaltung am 17.4.2013 fasste BUND-Regionalvorstandsmitglied Harry Block die Kritik des BUND in einer Präsentation zusammen.

Energiewende dringend nötig: Alte Kohlekraftwerke müssen schnell vom Netz

Kohlekraftwerke stoßen rund doppelt so viel Kohlendioxid und Stickoxide aus wie moderne Gaskraftwerke mit gleicher Leistung. Letztere emittieren zudem so gut wie keine der extrem gesundheitsschädlichen Feinstäube.

Trotzdem wird in Karlsruhe durch die EnBW ein neues Kohlekraftwerk (RDK 8) gebaut und gleichzeitig die vorliegende Genehmigung für ein modernes Gaskraftwerk (RDK 6S) nicht genutzt. Die Einsatzzeiten des bestehenden Gaskraftwerks RDK 4S sind derweil offenbar so gering, dass sie von der EnBW als Konzerngeheimnis unter Verschluss gehalten werden. Statt dessen läuft der alte Kohlemeiler RDK 7 und stößt große Mengen an Schadstoffen in die belastete Atmosphäre in der Region Karlsruhe. Der BUND fordert dagegen: RDK 7 muss abgeschaltet, Nachrüstmöglichkeiten für RDK 8 müssen umgesetzt werden - ein Vergleich der genehmigten Emissionen...

Und der Rückblick auf einen schwarzen Tag für die Luft in der Region: Das Regierungspräsidium Karlsruhe erteilte am 15. Mai 2008 die Genehmigung für ein neues Kohlekraftwerk in Karlsruhe - mehr...

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