Symbolbild Zementwerk (Bild Martin Kraft Wikipedia Commons)
Mit Entsetzen nehmen wir die bekannt gewordenen Missstände im Steinbruch „Böhnlich“ des OPTERRA-Zementwerks in Walzbachtal-Wössingen zur Kenntnis.
Dort lagern mindestens 85.000 Tonnen hochtoxischer Filterstaub, der durch Erosion teilweise freiliegt. Gleichzeitig ist die Stabilität des Hangs kritisch.
Wir begrüßen die fraktionsübergreifende Ablehnung der Befreiungsanträge durch den Gemeinderat und fordern eine fachgerechte Sanierung statt eines riskanten Zuschüttens.
Auch der bislang unterschätzte Luftpfad muss näher untersucht werden: West- bis Südwestwinde könnten feine Staubpartikel über Wössingen hinaus bis nach Gondelsheim, Bretten und Knittlingen tragen.
Deshalb fordern wir eine technische Überwachung, um eine mögliche Ausbreitung der Schadstoffe besser beurteilen zu können.
Der Filterstaub enthält Chrom(VI)-Verbindungen, die als hochgradig krebserregend gelten und beim Einatmen oder bei Hautkontakt gesundheitsschädlich sein können.
Unsere Forderungen:
- Unabhängige Probenahmen unverzüglich einleiten
- Staub durch Mikronebel sofort binden
- Auf das Zuschütten als vermeintliche Lösung verzichten
- Den Filterstaub vollständig und nach dem Stand der Technik räumen
Unsere ausführliche Position finden Sie in unserer offiziellen Pressemitteilung zur Filterstaub-Problematik.