"Querspange B 36"
115,7 Millionen Euro (Kostenschätzung 2021) für die Förderung des Kfz-Verkehrs, die Zerschneidung und Versiegelung landwirtschaftlicher Flächen, wertvoller Lebensräume und Naherholungsgebiete für die Menschen in Karlsruhe.
1. Platz: Obst- und Walnussallee
(Ralf Stieber)
3. Platz: Die frühe Krähe fängt... den Sonnenaufgang
(Larissa Lohse)
Die Jury, bestehend aus Harald Dannenmayer (ehemaliger Leiter des Naturschutzzentrums Karlsruhe-Rappenwört), Dominic Hahn (BUND Landesverband Baden-Württemberg), Klaus-Helimar Rahn (Sprecher des Arbeitskreises Karlsruhe des Landesnaturschutzverbands Baden-Württemberg), Klaus Stapf (NABU Karlsruhe, ehemals Bürgermeister der Stadt Karlsruhe), Volker Wasserthal (fotosalon Karlsruhe foto.salon), hat die eingereichten Bilder bewertet. Die ersten drei Plätze ergaben sich aus den Bewertungen in den Kategorien "Bildaufbau und -gestaltung" sowie "Bildaussage/persönliche Kriterien".
Die Straßenbauverwaltung plant eine 4-streifige Bundesstraße zwischen der geplanten zweiten Rheinbrücke und der B 36 bei Karlsruhe-Neureut. Die neue Straße wird die Landschaft bei Knielingen mit ihren Äckern und Wiesen sowie der „Waid“, ein schützenswertes und nahezu unberührtes Gebiet, durchschneiden. Wo jetzt noch Erholung möglich ist, wo geschützte Arten wie Waldkauz, Graues Langohr und Knoblauchkröte ihren Lebensraum haben, sind Beton, Asphalt und Lärm zu erwarten. Trotz allem, was dagegenspricht, wird weiter geplant.
Mit einem Fotowettbewerb richtet der BUND den Blick von Bürger*innen, Fotograf*innen und Naturbegeisterten auf diese bedrohte Landschaft...
An sonnigen Sommertagen findet man am Ufer der Alb sehr viele verschiedene Insekten. Auf diesem Foto sitzt ein Grüner Scheinbockkäfer auf einer Wilden Möhre.
(Günter Kromer)
"Auf einer Wilden Möhre an der Streuobstwiese zwischen der Alb und Knielingen sehe ich viele Rotgelbe Weichkäfer bei der Paarung."
(Günter Kromer)
"Mich fasziniert vor allem die Vielfalt der kleinen Wunder am Wegrand. Im Bereich der geplanten Querspangen findet man auf Feldwegen neben Ackerflächen, auf Streuobstwiesen, am Ufer von Rhein und Alb und in dem kleinen, naturnahen Waldstück eine große Vielfalt unterschiedlicher Insekten. Auf diesem Foto verbirgt sich eine Beerenwanze zwischen Samen der Waldrebe."
(Günter Kromer)
"Naturräume, die von der Querspange direkt betroffen wären oder zerstört würden/ 360°-Panorama der Wiese südlich des Miro-Geländes, die von der Trasse durchschnitten würde."
(Hans Joachim Roth)
"Naturräume, die von der Querspange direkt betroffen wären oder zerstört würden/ 360°-Panorama von Rhein und Pionierhafen. In Bildmitte ist die 2. Rheinbrücke geplant."
(Hans Joachim Roth)
Naturräume, die von der Querspange direkt betroffen wären oder zerstört würden/ 360°-Panorama eines Kleingewässers südlich des Miro-Geländes, das von der Trasse - im Bild rechts - flankiert würde
(Hans Joachim Roth)
Auf Beuteflug. "Das Foto entstand, als das Feld gepflügt wurde und viele Vögel, auch Störche, Beute machen konnten."
(Karin Gehring)
Die frühe Krähe fängt... den Sonnenaufgang. "Auch unsere geflügelten Nachbarn genießen den Ausblick auf den Sonnenaufgang Richtung Waid. Und die frühe Krähe fängt bestimmt auch noch den ein oder anderen Wurm zum Frühstück auf den zahlreichen Wiesen und Äckern.
Sollte die südliche Variante der Querspange gebaut werden, wird exakt an dieser Stelle kein prächtiger Baum mehr stehen, sondern nur noch Straßenlaternen."
(Larissa Lohse)
Fischersee in Winterruhe. "Die morgendliche Ruhe in Kombination mit der dünnen Frostschicht stellt den See in einer ganz besonderen Atmosphäre dar. Es erschafft eine fragile Schönheit, die beschützt werden muss. Damit auch beim nächsten Jubiläum noch der See und die schöne Natur drumherum genossen werden können."
(Larissa Lohse)
Raureif an der MiRO. "Zwei- und Vierbeiner haben hier reichlich Platz um die Natur zu erleben und zwischendruch einen Blick auf die beeindruckenden Bauten der MiRO zu erhaschen. Der morgenliche Raureif knistert bei jedem Schritt und die Atemluft wird in kleinen Wölkchen sichtbar. In beiden Varianten der Verbindungsstraße zur B36 wird genau diese Aussicht verschandelt und die Ruhe zerstört."
(Larissa Lohse)
Blaue Federlibelle am bunten Ufer der Alb. "Bei meinem Besuch des gefährdeten Gebiets in Knielingen ist mir der blumenbewachsene Ufer der Alb mit seinen vielen Insekten besonders aufgefallen.
Auch einige Libellenarten haben die Abendsonne genossen und es sich zwischen und auf den Blumen gemütlich gemacht. Eine Blaue Federlibelle saß ganz ruhig zwischen Gänseblümchen und hat sich entspannt fotografieren lassen.
Um die Tiere nicht zu stören, wurde das Bild mit einer Brennweite von 400 mm vom Wegrand aufgenommen."
(Peter Haase)
Kleines Wiesenvögelchen und die Graukresse. "Die prächtigen Blumenwiesen entlang des Ufers der Alb bieten einen abwechslungsreichen Lebensraum. In den letzten Sonnenstrahlen des Tages hat sich das Kleine Wiesenvögelchen noch einmal für eine letzte Mahlzeit auf einer Blüte der Graukresse niedergelassen. Dank der Brennweite von 400 mm kann man auch vom Wegesrand nah dran sein."
(Peter Haase)
Hochspannung in der Natur. "Von der Bahn- und Fußgängerbrücke über der Alb hat man einen schönen Blick entlang des kleinen Flusses. Beide Seiten werden dabei von Hochspannungsleitungen begleitet, die beim Fotografieren von der Brücke gespenstisch knistern.
Kurz nach Sonnenuntergang hat sich eine Familie Schwäne im vom Sonnenuntergang erleuchteten Streifen auf der Alb ausgetobt, während ein Eisvogel und ein Graureiher über sie hinweggeflogen sind."
(Peter Haase)
Blaue Federliebelle in der Abendsonne. "Das Bild zeigt eine Blaue Federlibelle, die am Abend in der goldenen Stunde auf einem Grashalm einen Landeplatz gefunden hat. Gerade entlang des Albverlaufs bieten sich durch diverse Arten von Pflanzen viel Nahrungsangebot, dass vielen Insekten anlockt und Lebensraum bietet. Unter Schmetterlingen, Wespen, Hornissen, Heupferden und Käfern finden auch Libellen am Rande der Alb Lande- und Schlafplätze."
(Philip Warlitz)
Riesengoldrute am Ufer der Alb. "Wie viele andere Pflanzen wächst diese Riesengoldrute am Ufer der Alb. Sie bietet Anflugfläche für viele Bestäuber. Dabei ist beim Betrachten des Ufers nicht an eine Monokultur zu denken, vielmehr reihen sich viele verschiedene Gräser und Sträucher zu einem grünen Uferstreifen."
(Philip Warlitz)
Schwäne auf der Alb. "Zu sehen ist ein Jungschwan, der vor einem seiner Eltern vor fast schwarz wirkendem Hintergrund auf der Alb schwimmt. Eine ganze Schwanenfamilie sowie Stockenten, Teichhühner, Nutria und viele merh finden in diesem ruhigen Teil der Alb in den Abendstunden ihre Ruhe. Dieser Abschnitt bietet Nachtquartier und auch Nistplätze die am Ufer zu entdecken sind."
(Philip Warlitz)
Obst- und Walnussallee. "Entstanden am 30.8.2023 bei eher bedecktem Himmel. Spaziergänge in Knielingen führen mich meist zum Knielinger See. Der Fotowettbewerb des BUND lockte mich endlich wieder einmal auf die andere Seite Knielingens - und ich war berührt von der Natur- und Kulturlandschaft in nächster Nachbarschaft von großen Industriewerken. Eine Allee mit Obst- und Walnussbäumen gefiel mir besonders. Es wäre schade, wenn dieser Lebensraum der Automobilität geopfert bzw. durch eine Straße in völlig andere Kontexte gesetzt würde."
(Ralf Stieber)
Obst- und Walnussallee. "Entstanden am 30.8.2023 bei eher bedecktem Himmel. Spaziergänge in Knielingen führen mich meist zum Knielinger See. Der Fotowettbewerb des BUND lockte mich endlich wieder einmal auf die andere Seite Knielingens - und ich war berührt von der Natur- und Kulturlandschaft in nächster Nachbarschaft von großen Industriewerken. Eine Allee mit Obst- und Walnussbäumen gefiel mir besonders. Es wäre schade, wenn dieser Lebensraum der Automobilität geopfert bzw. durch eine Straße in völlig andere Kontexte gesetzt würde."
(Ralf Stieber)
Obst- und Walnussallee. "Entstanden am 30.8.2023 bei eher bedecktem Himmel. Spaziergänge in Knielingen führen mich meist zum Knielinger See. Der Fotowettbewerb des BUND lockte mich endlich wieder einmal auf die andere Seite Knielingens - und ich war berührt von der Natur- und Kulturlandschaft in nächster Nachbarschaft von großen Industriewerken. Eine Allee mit Obst- und Walnussbäumen gefiel mir besonders. Es wäre schade, wenn dieser Lebensraum der Automobilität geopfert bzw. durch eine Straße in völlig andere Kontexte gesetzt würde."
(Ralf Stieber)
Einfach und schööön. "Hier unsere Fotos aus Knielingen, hier wohnen wir auch. Unser Garten liegt im Bereich der Querspange und ist wunderschön. Jeden Tag von neuem ist etwas zu entdecken, Tiere, Pflanzen, Idylle wo man hinschaut. Kaum zu glauben, dass das zerstört werden soll."
(Sabine Deeg)
Regenwald. "Hier unsere Fotos aus Knielingen, hier wohnen wir auch. Unser Garten liegt im Bereich der Querspange und ist wunderschön. Jeden Tag von neuem ist etwas zu entdecken, Tiere, Pflanzen, Idylle wo man hinschaut. Kaum zu glauben, dass das zerstört werden soll."
(Sabine Deeg)
Familienausflug. "Hier unsere Fotos aus Knielingen, hier wohnen wir auch. Unser Garten liegt im Bereich der Querspange und ist wunderschön. Jeden Tag von neuem ist etwas zu entdecken, Tiere, Pflanzen, Idylle wo man hinschaut. Kaum zu glauben, dass das zerstört werden soll."
(Sabine Deeg)
Obstbauwiese mit Aussicht!? "Ob Licht und Luft noch ausreichen, wenn die Straße gebaut ist? Heute steht hier eine saftige Obstbaumwiese, Blickrichtung Nordwest."
(Sarah Schiller)
Tschüss Naherholungsgebiet! "Der diagonale Ast der Pflanze zeigt, wo bald kein grün mehr zu sehen ist."
(Sarah Schiller)
Idyllische Landschaft ade. "Weit im Hintergrund ist die Papierfabrik. Im Vordergrund bald die Straße."
(Sarah Schiller)
Die letzten drei Bilder wurden "außerhalb der Wertung" eingereicht. Sie haben uns allerdings gut gefallen. Deshalb zeigen wir hier auch diese Bilder.
115,7 Millionen Euro (Kostenschätzung 2021) für die Förderung des Kfz-Verkehrs, die Zerschneidung und Versiegelung landwirtschaftlicher Flächen, wertvoller Lebensräume und Naherholungsgebiete für die Menschen in Karlsruhe.
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Landschaft ade? Flächennutzungsplan sieht Bebauung und Industrie statt Landwirtschaft und Freiraum...
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